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RE: Ausleitung nach FSME Impfung


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- Homöopathie-Treff Hamburg /www.homoeopathiker.de



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von Thomas Wedemeyer am 05 Jan. 2009 17:48

Hallo Heike,

Ihre Frage ist kurz, doch die Antwort ...
Die homöopathische Anamnese ist ja recht umfangreich. In meiner Praxis dauert sie bei Erwachsenen häufig 3 Stunden (bei komplizierten Verläufen auch länger).
Durch den Umfang der Anamnese kommen viele Daten zusammen, so dass sich auch ein relativ dichtes Bild über den Verlauf der Beschwerden ergibt. Bei Impffolgen taucht häufig folgendes Muster auf.
Die Patienten waren bis zu einem bestimmten Zeitpunkt recht gesund, doch dann entwickeln sich meist plötzlich chronische Beschwerden. Das können die Infektketten sein, aber auch organbezogene oder rheumatische Störungen sein. Der Zeitpunkt, wann die Beschwerden einsetzen ist recht unterschiedlich. Manchmal liegen mehrere Jahre zwischen einer Impfung und den dann auftretenden Beschwerden. Mit dem heutigen medizinischen Kenntnisstand ist das nicht erklärlich und ich kann auch nichts Erhellendes dazu beitragen. Und doch ist es eine recht regelmäßige Beobachtung, nicht nur in meiner Praxis.
Ein weiter Hinweis auf eine mögliche Impfschädigung ist eine ausgesprochene Hartnäckigkeit der Beschwerden. Häufig haben die Kranken eine längere Odyssee an Therapieversuchen hinter sich gebracht, wurden zu Hypochondern erklärt, und ähnlich dumme Dinge, die mit therapeutischer Hilflosigkeit gekoppelt sind.
Auch das Nicht-Reagieren auf, wie es bei den Homöopathen heißt, gut gewählte Mittel, ist ein möglicher Ausdruck einer Impfschädigung. Solche Therapieblokaden können recht unterschiedliche Ursachen haben. Häufig sind es Vergiftungen. Aber Impfungen können hier ebenfalls eine Rolle spielen.
Es ist also kein einheitlicher Weg, über den man zu der Einschätzung gelangt, dass jemand durch Impfungen geschädigt wurde und die Beleg dafür ist auch nur Homöopathen einsichtig.
Wenn man z.B. ein chronisches Asthma (durch Lungenfachärzte, Kinderärzte usw. mehrfach übereinstimmend diagnostiziert) durch die Gabe einer homöopathischen Aufbereitung eines Keuchhusten-Impfserums zum verschwinden bringt, so ist das natürlich für die Betroffenen hilfreich. Doch die Diagnose "Folge einer schlecht vertragenen Impfung" entsteht erst im nachhinein. Kein besonders eleganter Weg.
Sie sehen, die Problematik ist recht vielschichtig und auch deshalb möchte ich darauf hinweisen, dass niemandem damit gedient ist, wenn Impfung in Bausch und Bogen verteufelt werden.
In der homöopathischen Praxis zeigen sich Impfschädigungen natürlich häufig. Doch liegt das nicht einfach an den Impfstoffen. Bei jedem Medikament, dass millionenfach an Menschen abgegeben wird, treten bei Einigen - bei schlechten Medikamenten auch bei Vielen - schädliche Wirkungen auf. Es ist letztlich eine Folge davon, dass wir verschieden sind.Verschieden in den Erbanlagen, verschieden in den Lebensumständen und darum auch verschieden in unserer Anfälligkeit für arzneiliche Reize, Umweltgifte oder Krankheiten. Und so gibt es Menschen, die Impfungen hervorragend vertragen, genauso wie es Menschen gibt, die durch die gleiche Impfung erhebliche gesundheitliche Schädigungnen erleiden.
Ich halte es für wenig hilfreich, deshalb in eine Diskussion über die generelle Harmlosigkeit ( kämpferische Impfbefürworter) oder generelle Schädlichkeit (kämpferische Impfgegner) zu verfallen.

Herzliche Grüße

Thomas Wedemeyer


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